Naturspielgruppe-Wiesbaden

in Wiesbaden-Sonnenberg

Aktuelles

Liebe Eltern, liebe Kinder, liebe Interessierte,

da eine ereignisreiche Zeit hinter mir liegt, komme ich erst heute dazu, Euch über meine neue Lebenssituation zu informieren.

In den vielen vergangenen Jahren -seit 2008- in denen ich mit den Kindern in der Natur gearbeitet und sie an sie herangeführt habe, empfand ich den inneren Impuls einer Weiterbildung zur Kleinkindpädagogik. Daher war während dieser Zeit, bis August 2018 zum Abschluss der Ausbildung zur Erzieherin, die Zusammenkunft der Eltern-Kind-Gruppe nur 1 x wöchentlich möglich.

Da ich inzwischen als Erzieherin in einer Waldorfeinrichtung tätig bin, ist es mir nicht mehr möglich das Angebot einer Naturspielgruppe aufrechtzuhalten.

Indem ich Euch nun mitteile, dass ich diese Arbeit aufgeben möchte, erlaube ich mir gleichzeitig mich mit Euch noch einmal an diese schöne gemeinsame Zeit zu erinnern:

Bei der Themensuche für die Abschlussarbeit des Anerkennungsjahres zur Waldorferzieherin kam mir die Idee, Erfahrungen zu sammeln in der Betreuung von Kleinkindern in der Natur mit den unterschiedlichen Witterungen in den verschiedenen Jahreszeiten, ihre Entwicklung in naturnahem Umfeld zu beobachten und zu begleiten.

Um die Idee in die Realität umsetzen zu können, kauften mein Mann und ich ein Gartengrundstück im Sonnenberger Tennelbachtal. Die Gegebenheiten waren geradezu ideal: Auf dem Gründstück standen Obstbäume, ein Bächlein floss hindurch, es war uneben, hatte Licht- und Schattenplätze und ein gemütliches Häuschen, das uns reichlich Platz bot für Spiele und Aufenthalt und es war nahe am Wald gelegen. Größere und kleine Tiere hielten sich auf dem Gelände auf und gaben Gelegenheit zur Beobachtung.

Der Bach im Garten gab im Sommer Gelegenheit für verschiedene Wasserspiele und die Möglichkeit Kleinlebewesen im Wasser zu beobachten. Bei Hochwasser erlebten wir das Überfließen des Bächleins und im Winter wie es zu Eis erstarrt ist. Wie mühselig war es dann für die Kinder einen festgefrorenen Eimer von der Stelle zu bewegen. Im Frühjahr erfreute man sich an den kleinen frisch aus dem Boden sprießenden Blümchen, den Käfern, dem Vogelgesang.
Das Rotkehlchen, ganz zutraulich, schien mit den Kindern zu spielen; immer ein besonderes Erlebnis für diese. Im Sommer konnten die Kinder auf dem nahegelegenen Feld das Stroh zusammentragen oder es zu kleinen Ballen rollen.

Es wurden Waldfrüchte gesammelt und Waldbeeren genascht. Das Blätter Sammeln im Herbst, wenn das bunte Laub von den Bäumen fiel, Sonne, Nebel und Regen, Licht- und Schattenereignisse, Wärme- und Kälte, Schnee und Eis, Bäume und Sträucher, Blumen und Gräser, Frösche und andere kleine Tiere, Früchte des Waldes und der Obstbäume, all das zu erleben, ergab eine Fülle von Anregungen und führten die Kinder zu neuen Erlebnissen und Erfahrungen und half auch manchen Kindern Berührungsängste mit Materialien und Scheu zu überwinden, wie z.B. Spielen im Sand, Barfußgehen.

Immer wieder kam mal ein Kind, weil es etwas ganz Besonderes entdeckt hatte und manchmal auch erstaunliche Geschichtchen dazu zu erzählen wußte.

Liebe Eltern und Kinder, während ich mich an all das erinnere, was ich in den zehn Jahren von 2008 bis 2018 mit Euch erlebt habe überkommt mich ein großes Gefühl der Dankbarkeit. Wir waren eine kleine Gemeinschaft, wo jeder von jedem gelernt hat. Diese Zeit war mir sehr kostbar. Wir hatten viel Freude miteinander und haben auch viel gelacht, insbesondere auch, wenn wir in vielen verschiedenen Sprachen unsere Fingerspiele übten, was unserer kleinen Sache sogar einen Hauch eines internationalen Anstrichs gegeben hat.

Mit dankbarem Herzen sage ich Euch nun Adios und Auf Wiedersehen und wünsche Euch allen Gute und lichte Wege.